Die Idee 1968 auf dem Kreuzberg beginnt eine neue religiöse Initiative.
Der damalige Bischof Heinrich Tenhumberg bemühte sich in Gesprächen
und Verhandlungen, den Kreuzberg in Bonn als spirituellen Ort zu
sichern und zu diesem Zweck der Schönstatt-Bewegung zugänglich
zu machen.
Die Stadt Bonn damals Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland legt
den Gedanken nahe: Könnte auf dem Kreuzberg nicht eine christliche
Bildungsstätte entstehen, die zur Einheit der verschiedenen Kulturen
beiträgt und die Sendung der Kirche für die Welt im Sinne
des II Vatikanischen Konzils verwirklichen hilft?
Am Abend des 14. September 1968 spricht Bischof Heinrich Tenhumberg
mit dem charismatischen Gründer der internationalen Schönstattbewegung
P. Josef Kentenich einen Tag vor dessen Tod über
dieses Anliegen. P. Kentenich äußert seine Überzeugung: »Die
Idee Kreuzberg kommt von Gott.« Man spricht davon, dort
ein »Heiligtum« wie am Ursprungsort Schönstatts zu
bauen, und es wird die Formulierung »Diplomatenheiligtum« geprägt.